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Islamismus – eine gewaltbereite Ideologie

Vortrag während der Carolingermahlzeit 2016 zeigt Gefahren auf


Beobachtungen der islamistischen und salafistischen Gruppierungen durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz wurden den Gästen der Carolingermahlzeit im Parkhotel Osnabrück durch den Referenten Mark Schonnop aus erster Hand serviert.

Der leitende Dezernent für Islamismus begründete zunächst gemeinsam mit den Carolingern, warum der Verfassungsschutz den Islamismus beobachtet.

Der Islamismus, so seine Definition ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, die das Ziel hat, Staaten nach den Gesetzen der Scharia zu regieren. Und die Rechtsordnung der Scharia, in welcher Auslegung auch immer, verträgt sich nicht mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik nach Artikel 18 Grundgesetz. Deshalb beobachtet  der Verfassungsschutz die Islamisten, aber nicht die Religion des Islam.

Während die Grundordnung der Bundesrepublik von der Gleichheit aller Menschen ausgeht, leugnet die Scharia diese Gleichheit. Der Islamwissenschaftler Schonnop zeigte dies an drei Beispielen. Die Gleichheit von Mann und Frau wird nicht garantiert und auch nicht praktiziert. So kann ein Mann seine Frau verstoßen, nicht aber die Frau den Mann. Im Erbfall erhalten die männlichen Erben stets doppelt so viel wie die weiblichen und die Aussage eines Mannes bei Rechtsstreitigkeiten kann nur dann in Frage gestellt werden, wenn zwei Frauen ihm widersprechen.

 

Konkret würden die Gefahren des Islamismus sofort, wenn die Islamisten die Macht übernehmen könnten, denn dadurch ist es ihnen möglich, den Islam als einzige Religion zu etablieren. Nur der Islam ist im Besitz der vollständigen „Wahrheit“.  Christen und Juden würden – allerdings mit minderen Rechten – geduldet, da sie als Besitzer der Schrift „Teil-Wahrheiten“ kennen würden. Alle, wirklich alle anderen: Hinduisten und Buddhisten, Jesiden und Atheisten, haben keine Existenzberechtigung, können also getötet werden, wenn sie nicht zum Islam übertreten.

Mark Schonnop erläuterte, dass Gefahr nicht ausschließlich durch die gewaltbereiten Islamisten droht. Auch die kulturellen Einflüsse der Imame, der Universitäten und der Publikationen verändern die Gesellschaft, zumindest den Teil der Gesellschaft, der islamisch geprägt ist. Dabei sei die Bekleidung, das Kopftuch oder der Niqab, nur ein äußeres Zeichen. Das Verhalten in den Familien, in den Gemeinschaften und Vereinen tendiere dazu, die Ungleichheiten der Scharia zu tolerieren.

Die referierten Gefahren des Islamismus wurden für alle Carolinger sehr konkret als eine Predigt aus einer Braunschweiger Moschee gezeigt wurde. Ziel der Predigt war es offensichtlich wegen der unterstellten Beleidigung des Propheten Täter dafür zu finden, den Beleidiger zu töten, so wie es Mohammed zu seinen Lebzeiten auch erzwungen habe.

Mit der Rückbesinnung auf Mohammed verknüpfte der Referent seine Ausführungen über den Salafismus. Der Salafismus orientiert sich an dem Leben und dem Verhalten der Muslime zu Zeiten Mohammeds und seiner direkten Nachfahren. In den Anfangsjahren herrschte die „reine Lehre“ und diese gelte es wiederherzustellen. Dass um 650 auf der arabischen Halbinsel Sklaven gehalten wurden, erlaubt dieses menschenverachtende Verhalten auch im 21. Jahrhundert. Und in den Gebieten, in denen der Islamismus herrscht, werden „ungläubige“ Menschen, vor allem Frauen, versklavt!

Der Islamische Staat nutzt das Internet für seine Propaganda. Die dort auf Deutsch verfügbare Hochglanzbroschüre Rumiyah, deren Titel – auf Deutsch Rom (!) – kann  jedem empfohlen werden, der den IS verharmlosen will. Ziel des IS ist es, „nach erfolgreichem Krieg in den Gärten Roms zu ruhen“ (Zitat aus Rumiyah).  

Über „Islamismus und innere Sicherheit“ sollte und wollte Mark Schonnop berichten. Die innere Sicherheit kam wegen der sehr interessanten und häufig durch Fragen unterbrochenen Ausführungen zum Islamismus etwas kurz. Der Referent machte aber deutlich, dass in vielen Gemeinden Niedersachsens Islamisten und Salafisten aktiv sind, auch in Osnabrück. Wichtig sei, dass weltweite Netzwerke entstanden seien, aus denen heraus einzelne Anschläge geplant werden. So ist der Einzelkämpfer, der Lone-Wolf, nicht mehr allein, häufig nicht vorab zu identifizieren und daher besonders gefährlich.

Der Verfassungsschutz insgesamt kann gemeinsam mit anderen Institutionen diese Entwicklungen beobachten, analysieren und die Erkenntnisse den Akteuren in der Politik übermitteln. Handeln müssen dann die Politiker und natürlich bei Straftaten die Polizei.

Mein persönliches Fazit dieses Vortrages, der auf das ungeteilte Interesse aller Teilnehmenden stieß: Wir müssen ernsthaft darüber nachdenken, ob in der Bundesrepublik Personen agieren dürfen, die – wenn auch zurzeit „nur“ propagandistisch –
Die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen wollen.

Klaus W. Kafsack


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29.11.2016 Kategorie: Aktuelles Erstellt von: superadmin

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